CDU-Waren-Seenlandschaft startet Landtagswahlkampf
Mit einem intensiven Tag voller Gespräche, Einblicke und direktem Austausch hat die CDU Waren/Seenlandschaft am Mittwoch, den 14. Januar 2026, gemeinsam mit ihrem Landtagswahlkandidaten Matthias Kagel den Auftakt in den kommenden Landtagswahlkampf gesetzt.
Im Mittelpunkt standen Unternehmensbesichtigungen, Gespräche mit Beschäftigten und Verantwortlichen sowie der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern – mit dem klaren Ziel, Politik näher an die Realität vor Ort zu bringen und konkrete Anliegen aus Waren und der Region in den Landtag zu tragen.
„Wer Verantwortung übernehmen will, muss zuhören, hinschauen und verstehen, wo der Schuh drückt – in den Betrieben genauso wie im sozialen Bereich. Genau das haben wir heute getan“, betonte Matthias Kagel im Anschluss an die Besuchsreihe.
Start mit sozialem Herz: Austausch im Schmetterlingshaus beim Behindertenverband
Der Auftakt des Tages fand im Schmetterlingshaus in Waren statt, wo sich die Delegation mit dem Behindertenverband Waren austauschte. In einer offenen Gesprächsrunde ging es um die tägliche Arbeit des Verbandes, die Herausforderungen im Bereich Teilhabe und Inklusion sowie um ganz praktische Fragen: Wie gelingt gesellschaftliche Teilhabe im Alltag? Welche Unterstützung brauchen Familien, Pflegebedürftige und Menschen mit Einschränkungen? Und wie kann Politik Strukturen stärken, statt zusätzliche Hürden zu schaffen?
Die Vertreterinnen und Vertreter des Verbandes berichteten dem Landtagskandidaten von ihrer vielschichtigen Arbeit, die für viele Menschen in Waren eine wichtige Anlaufstelle ist – nicht nur als Beratung, sondern auch als Ort der Begegnung, Gemeinschaft und Unterstützung.
Tradition unter Druck: Besuch bei den Mecklenburger Backstuben
Im Anschluss führte die Route zu den Mecklenburger Backstuben, einem familiengeführten Unternehmen, das in Waren seit Jahren als feste Größe gilt – als Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb und wichtiger Bestandteil der regionalen Versorgung. Bei einer Backstubenbesichtigung erhielt die CDU-Gruppe Einblick in die Abläufe und Strukturen des Betriebs.
Gleichzeitig stand der Besuch im Zeichen einer schwierigen Situation: Die Mecklenburger Backstuben befinden sich derzeit in einem vorläufigen Insolvenzverfahren, das jedoch in Eigenregie fortgeführt wird – ein Zeichen für den Willen, das Unternehmen zu stabilisieren und langfristig zu erhalten.
In den Gesprächen wurde deutlich, welche Faktoren die wirtschaftliche Lage extrem verschärft haben: stark gestiegene Energiekosten, massiv gestiegende Personalaufwendungen, die CO₂-Abgabe und die ausgeweiteten Mautkosten als weiterer belastender Posten. Dazu kommen oft kurzfristige Preissteigerungen bei Rohstoffen und ein immer höherer bürokratischer Aufwand.
„Es darf nicht sein, dass Betriebe, die über Jahre solide arbeiten, durch explodierende Fixkosten und politische Zusatzbelastungen in Schieflage geraten“, erklärte Matthias Kagel. „Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, die Handwerk und Mittelstand wieder Luft zum Atmen geben – sonst verlieren wir Strukturen, die unsere Heimat stark machen.“
Zukunftsbranche mit Potenzial: Eggersmann Recyclingtechnologie

Weiter ging es zur Eggersmann Recyclingtechnologie, einem Unternehmen, das für innovative Lösungen in der Recycling- und Kreislaufwirtschaft steht. Gerade in Zeiten steigender Umweltanforderungen und wachsender globaler Rohstoffabhängigkeiten ist die Branche ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.
In den Gesprächen mit der Unternehmensführung standen dabei insbesondere drei Themen im Mittelpunkt:
Matthias Kagel machte deutlich: „Unternehmen, die Innovationen schaffen und Nachhaltigkeit praktisch umsetzen, dürfen nicht durch Bürokratie ausgebremst werden. Hier muss das Land Druck auf den Bund aufbauen um den Bürokratieabbau schnellstmöglich herbeizuführen.“
Industrie-Flaggschiff mit Tradition: Besuch bei MMG – Europas größtem Schiffspropellerhersteller
Ein weiteres Highlight des Tages war der Besuch bei MMG, dem größten Schiffspropellerhersteller Europas mit 77 Jahren Tradition. Das Unternehmen ist hervorragend ausgelastet – bereits jetzt werden Aufträge für 2027 und 2028 angenommen. Im Austausch wurde deutlich, wie international das Geschäft aufgestellt ist: Viele Kunden sitzen insbesondere in Asien, die Verfrachtung erfolgt häufig über Containerlinien.
Technisch beeindruckend: Die Propeller Durchmesser von bis zu 11 Metern – ein Symbol für industrielle Stärke und höchste Ingenieurskunst „Made in Waren“.
Doch trotz Erfolg und starker Nachfrage wurde auch hier ein strukturelles Problem deutlich: Infrastruktur und Bürokratie. Besonders die Anbindung für den Transport Richtung Hamburg ist eine Herausforderung – vor allem aufgrund der mangelnden Belastbarkeit der Norderelbebrücke. Das führt zu erheblichen Mehraufwänden und zeigt, wie stark regionale Infrastruktur über die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen entscheiden kann.

Gleichzeitig präsentierte MMG auch ein zukunftsweisendes Thema für Waren: Das Unternehmen möchte einen Beitrag zur kommunalen Wärmeplanung leisten. Durch die energieintensiven Gießprozesse entsteht Abwärme bis zu 800°C, die perspektivisch genutzt werden könnte – ein wichtiges Potenzial im Rahmen moderner, regionaler Energiekonzepte.
„An diesem Beispiel zeigt sich, wie Industrie und Klimaschutz zusammengehen können – wenn man Unternehmen nicht ausbremst, sondern Möglichkeiten schafft“, so der Vorsitzende der CDU Waren/Seenlandschaft Christian Holz.
Abschluss mit Bürgernähe: Glühweinstand auf dem Warener Marktplatz
Den Abschluss bildete am Abend ein offenes Treffen am Glühweinstand auf dem Warener Marktplatz. In lockerer Atmosphäre kamen CDU-Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger ins Gespräch. Themen waren unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung der Region, bezahlbare Energie, Fachkräftesicherung sowie die Frage, wie Politik wieder mehr Vertrauen durch konkrete Lösungen gewinnen kann.
CDU Waren/Seenlandschaft: Politik, die vor Ort beginnt
Die CDU Waren/Seenlandschaft sieht den Auftakt als bewusstes Signal: Der Landtagswahlkampf soll nicht mit Plakaten oder Infoständen kurz vor der Wahl beginnen, sondern dort, wo Mecklenburg-Vorpommern jeden Tag gestaltet wird – in sozialen Einrichtungen, in Betrieben, in Werkhallen und im Gespräch mit den Menschen.
Matthias Kagel abschließend: „Waren und das Umland haben enorme Stärke – engagierte Menschen, großartige Unternehmen und viel Innovationskraft. Unser Anspruch ist, diese Stärke politisch zu unterstützen: durch weniger Bürokratie, bezahlbare Energie, bessere Infrastruktur und eine Politik, die nahe bei den Menschen ist.“